ganz viele Fragen

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ganz viele Fragen

Beitragvon babbuina » 20. Jun 2011 13:17

Hallo,

ich bin neu hier im Forum und habe keine Lamaerfahrung.
Wir wollen größere Wanderungen machen (Trekking) und suchen tierische Begleiter und daher beschäftige ich mich derzeit eigentlich mit Eseln.
Nun habe ich einige Fragen zum Lama:
    Wie viel kg Heu und wie viel Gras frisst 1 Lama am Tag durchschnittlich?
    Wie oft müssen sie geschoren werden?
    Was sind häufige Erkrankungen?
    Wie viel km am Tag kann oder sollte man mit mit Lamas laufen?
    Wie reagieren sie auf Hunde? (habe eine sehr liebe Hündin)
    Wie schreckhaft sind Lamas? Wie verhalten sie sich dann? (rennen weg, hüpfen nur zur Seite, und bleiben dann stehen...)
    Wie lange dauert eine Ausbildung vom Lama, das es zuverlässig neben einem herläuft?
    Wie verhalten sich Lamas bei Regen?
    Wie teuer ist der Unterhalt von einem Lama im Durchschnitt (ohne zusätzliche TA kosten)? (Ich werde kein einzelnes Lama halten, aber dann kann man sich besser ausrechnen wie viele man halten könnte)
    Was für regelmäßige TA Kosten fallen im Jahr an, welche Untersuchungen, Impfungen??
    Wie teuer ist ein Lama? (Stute, Hengst, Wallach bei welcher Größe und mit welchem Alter)
    Wie hoch ist das Normalgewicht bei einem Lama bei welcher Größe? z. B. wenn ein Lama 130 cm groß ist wie schwer ist dann eine Stute/Hengst/Wallach?
    In welchem Alter ist ein Lama völlig ausgewachsen?
    Muss man Lamas immer beschäftigen ? oder was macht man bei schlechten Wetter oder im Winter?

Freue mich sehr, wenn meine vielen Fragen beantwortet werden würden.
Viele Grüße von babbuina
babbuina
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Beitragvon lucky » 20. Jun 2011 15:28

hallo babbuina,
bemühe doch mal die suchfunktion hier im forum,da wird dir schon mal vieles erklärt.
http://frankenlamas.magix.net

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Beitragvon INTI » 20. Jun 2011 16:30

Hi!
zu
1: Kann man schlecht sagen, bei Heu vielleicht zwei Scheiben am Tag, aber dann ist halt die Frage, wie dick Deine "Scheiben" sind, wie groß der Ballen und welche Qualität das Heu hat. Wieviel Gras sie fresen? Nun, bis sie Pause machen. Nach dem Vieheinheitenschlüssel werden Lamas mit 0,10 berechnet, falls Dir das weiter hilft...
2: 1 x im Jahr, bei Lamas kann auch eine Teilschur ausreichend sein
3: Häufige Erkrankungen sind Endo- und Ektoparasiten, sowie Krankheiten durch falsche Fütterung, darunter häufig: Magengeschwür, auch Fehlstellungen der Glieder kommen öfter vor, insb. Durchtrittigkeit und auch Taubheit, dies bes. bei rein weißen Tieren mit blauen Augen
4: zu den km kann ich Dir keine Angaben machen, es ist eher eine Zeitfrage, denn auch sehr gut trainierte Tiere müssen einfach genügend Zeit haben, um Strukturfutter aufzunehmen, bei ihnen funktioniert die Energieversorgung bei besonderen Anstrengungen nicht einfach über zusätzliches Müslifutter oder so, und sie benötigen genügend Ruhephasen zum Wiederkäuen!
5: Hunde werden als Feinde eingestuft, die bekämpft werden. Jede Akkzeptanz von diesen natürlichen Feinden ist antrainiert. Dies läßt sich aber gut trainieren! Und die eigenen Hunde sind meist dann eh gar kein Problem.
6: Schreckhaft: Jeep, haste doch selber schon gut beschrieben, können sie alles... ;-) Steigen können sie auch noch... Es sind Fluchttiere, aber man kann sie eben trainieren und je mehr sie kennen, um so weniger erschreckt sie.
7: Die Dauer der Ausbildung ist individuell sehr unterschiedlich, da alle Kameliden Individualisten sind! Und es wird auch einige geben, die sich eben für manche Dinge nicht eignen, so wie es Springpferdem traber oder Distanzpferde gibt...
8: Bei Regen legen suchen sich Lamas einen Unterstand oder legen sich einfach hin, wo sie sind.
9, 10, 11:
zu Unterhalt und Kosten, hier mal ein Link:
http://www.buendnis-mensch-und-tier.de/ ... Kosten.pdf
Impfung Covexin 10, Kotprobenanalysen, Entwurmung nur gezielt nach Bedarf
12: Größe und Gewicht können sehr unterschiedlich sein, da es auch Minilamas gibt, welche, die schnell fett ansetzen und schwerfuttrige, die eigentlich nie ordentlich was auf den Rippen haben. Suri-Lamas sind allgemein schlanker, die meisten Woolys kleiner etc.
13: Völlig ausgewachesn? Nun so mit drei bis vier Jahren tut sich da an Widerristhöhe nichts mehr.
14: Nein, die sind froh mal ihre Ruhe zu haben und können gut ein paar Monate unbespaßt sein, ohne dass sie das zuvor Erlernte wieder vergessen! Nur für deine geplante Trekkingtouren gilt natürlich, den Muskelabbau zu berücksichtigen, sofern sie nicht mehr im Einsatz sind. Die Muskeln müssen dann für die neue Saison erst wieder allmählich aufgebaut werden, wenn sie Gepäck tragen und weitere Strecken laufen sollen.

Noch eine Anmerkung:; Füe ein Trekkingunternehmen benötigst Du einen Sachkundenachweis!
Nächster Termin für einen Kurs mit der Option zur Sachkundeprüfung von AELAS e. V. ist in Deutschland der 10. September nähere Info's hier: http://www.aelas.org/data/events/AELAS_Kurs_A_11_2.pdf
Es ist auch der einzige dieses Jahr noch!
Hier in Norddeutschland biste genau zwei Tage zu spät, der war grad vorgestern...

Herzliche Grüße Martina
"Kaum ist die Ernte einer Erfahrung glücklich eingebracht, wird der Acker vom Schicksal umgepflügt." Johann Nestroy

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Beitragvon Arthemis » 20. Jun 2011 20:05

*Martinaichhabdichlieb*
Liebe Grüße aus der Eifel

Diana

Mit Alpakas,Hund,Katzen und Kühen..Und Juppi...
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Beitragvon INTI » 20. Jun 2011 20:08

:oops:
Wie komm ich denn zu der Ehre?
:oops:
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Beitragvon Arthemis » 20. Jun 2011 20:43

Weil du nicht immer einfach bist..aber mit solch einer "LIEBE" immer wieder und wieder und wieder die NWK erklären kannst!Um es mal kurz zu sagen..obwohl du immer SEHR genau bist.. :lol:
Liebe Grüße aus der Eifel

Diana

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Beitragvon INTI » 20. Jun 2011 22:03

...Mist, jetzt bin ich doch als Erbsenzähler entlarvt worden....
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Beitragvon Stefan » 20. Jun 2011 22:05

ach wenn wir schon dabei sind... *martinaichhabdichauchlieb* hihi
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Auch Norddeutschland ist Lamaland;-)

Bei mir leben Lamas, Alpakas, Hühner, Bartagamen und die beste Katze der Welt!
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DANKE Martina

Beitragvon babbuina » 21. Jun 2011 09:47

Hallo Martina

[schild=1 fontcolor=FF0000 shadowcolor=008000 shieldshadow=1]D A N K E ! ! ![/schild]
super vielen lieben Dank für Deine auführlichen Antworten :-D
Wenn, dann würde ich nur für mich privat Lamas halten aber das dauert noch, denn ich möchte zuvor einiges an theoretischen Dingen "abklappern" und auf jeden Fall Praxis sammeln bevor ich eigene Tiere halten sollte.

Viele Grüße von babbuina
babbuina
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Beitragvon lamahof » 21. Jun 2011 15:11

Noch ein paar zusätzliche Infos:

1. ausgewachsenes Lama üblicherweise im Winter zwischen 3 und 5 kg Heu, im Sommer bei Gras entsprechend weniger, GVE=0,1
2. Schur: je nach Vlies: ab Medium 1x pro Jahr (Sattelschur genügt), bei Classics aller 2 Jahre, aber das ist auch Ansichtssache (hängt vom Tier! ab), Trekkingtiere müssen regelmäßig gebürstet werden (wegen Sattelauflage vor allem). Dabei kann man die Unterwolle (bei Classics) gut ausbürsten.
3. diverse - siehe Suchfunktion. Den meisten kann man mit ordentlicher Haltung + artgerechter Ernährung vorbeugen
4. kommt auf die Kondition des Tieres, das Tier selbst, das Terrain und die Packlast an. Ich bin durchaus schon alles zwischen 5 und 25 km pro Tag gelaufen (mit Last!). Letzteres war eher ein Kraftakt aus Notwendigkeit.
5. An Hunde müssen sie gewöhnt werden. Prinzipiell werden fremde Hunde mißtrauisch angesehen. Reine Trainingssache. Bei eigenen Hunden einfacher. Meine Trekkingtiere sind alle an Hunde gewöhnt. Im Zweifelsfall: Hunde immer VOR den Lamas an der Leine laufen lassen, nicht dahinter.
6. Eher weniger schreckhaft. Alles Erfahrungssache des Tieres. Wenn sie sich doch mal erschrecken, machen sie einen Hüpfer zur Seite, sehen sich dann erstmal an, ob es sich lohnt zu erschrecken (meistens nicht) und beäugen alles aufmerksam.
7. Ausbildung des Tieres abhängig vom Trainer (und auch vom Tier). Aber meist vom Trainer. Man kann ein Tier innerhalb einer Woche zum Trekking trainieren, kann das aber auch auf ein Jahr hinausziehen.
8. Regen: Tierabhängig. Beim Trekking laufen sie weiter und sehen Dich von der Seite vorwurfsvoll an. Empfehle hier eindeutig Classics! Einige suchen den Unterstand auf, einige setzen sich hin und einige ignorieren das feuchte Wetter komplett.
9. habe eine Seite dafür, die aber schon älter ist. Der Unterhalt ist jetzt höher! Link
10: Preis ist Verhandlungssache
11. Wenn Du ein 130 cm großes Lama findest: laß mich doch bitte den Züchter wissen!!!! Normalerweise sind ausgewachsene Classic-Lamas, die gut für Trekking geeignet sind, zwischen 110 cm (klein) und 125 cm (groß) in Dtl. Rechne dabei mit 130-230 kg. Last proportional zu Größe und Kondition; ein kleineres Lama kann weniger tragen.
12: ausgewachsen mit ca. 3 Jahren, belastfähig mit vollem Gewicht: nicht vor 5 Jahren sicherheitshalber
13: Lamas geht es fabelhaft, wenn man sie monatelang in Ruhe läßt. Je nach Qualität der Tiere kann man sie auch nach einem Jahr wieder ans Halfter nehmen und sie laufen wundervoll mit. Oder man absolviert 30 Minuten ein "Erinnerungstraining" und hat dann wieder sein tolles Trekkingtier.
Zadik-Lamas auf dem Märkischen Lamahof
www.maerkischer-lamahof.de

Andentiere im Süden von Berlin - Trekking und Zucht seit 20 Jahren..
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