Problem beim Wandern

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Problem beim Wandern

Beitragvon Michael » 28. Jun 2017 21:13

Hallo Zusammen,

Wir sind seit 2 Wochen stolze Besitzer von 2 tollen Alpakas!
Die beiden sind bereits halfterführig und nun wollen wir Schritt für Schritt das wandern angehen.

Unser Problem ist, das sie einwandfrei mitgehen aber der Rückweg (gleiche Strecke zurück) nur aus ziehen besteht.
Unsere Wanderungen sind jetzt generell Abends zwischen 19 oder 20Uhr. Die Strecke ist erst ca. 400 - max. 800m.

Unsere Fragen ist, was machen wir falsch?
- zu kurze Strecke?
- eventuell zu spät fürs wandern (Bettruhe)
- momentane Hitze

Vielen Dank
Michael
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Re: Problem beim Wandern

Beitragvon Thalpaka » 29. Jun 2017 06:39

Wer zieht? Ihr oder sie? :lol:

Ihr: sie wollen noch nicht heim.

Sie: sie wollen unbedingt heim.

Ich habe Kanidaten für beide Varianten. :mrgreen:
Zuletzt geändert von Thalpaka am 29. Jun 2017 10:58, insgesamt 1-mal geändert.
Liebe Grüße, Wiltrud

4.0 Alpakas, 2.0 Lamas, 0.1 Katze, 3.1 Kaninchen, 1.5 Wachteln, 2.0 Rothörnchen, 1.0 Streifenhörnchen

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und niemand ginge, einmal zu schauen, wohin man käme, wenn man ginge.
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Re: Problem beim Wandern

Beitragvon INTI » 29. Jun 2017 09:01

Hallo,Ich vermute jetzt mal einfach, dass die Tiere ziehen, denn nicht jeder hat so arbeitsgeile Tierchen, wie Wiltrud ;-)
Die Alpakas laufen bei uns auch in der Ausbildung lieber zurück zur Herde, zum Stall, also in die "sichere" Heimat. Ich vermute, sie vertrauen Euch einfach noch nicht. 400m sind nun auch gar keine Entfernung, da darf es schon etwas mehr sein. Bettruhe kommt nicht in Frage, ist ja lange hell, natürlich kann es auch mal sein, dass man sie stört, wenn sie grad ein Verdauungspäuschen machen wollen, aber dabei werde ich auch manchmal gestört, und lauf dann trotzdem ;-)
Gegen das Ziehen könnt Ihr mehrere Sachen machen: Geht Kreise, also nicht denselben Weg hin wie zurück, sondern eine Runde. Haltet den Tieren in Kopfhöhe einen Arm, eine Hand vors Gesicht, um sie vom Vorpreschen abzuhalten. Führt sie jedes Mal beim Ziehen ein paar Schritte zurück, besser noch, dreht um und geht ein paar Schritte zurück, bis sie lernen, dass sie nur "schnell" nach Hause kommen, wenn sie langsam gehen. Fahrt mit ihnen ein Stück im Hänger weg, ladet sie dort aus und geht dann den Weg nach Hause. Irgendwann lernen sie, Euch mehr zu vertrauen und dass es unterwegs recht spannend sein kann, sind ja neugierige Tierchen.
Persönlich würde ich viel Bodenarbeit trainieren, also Slalom, rückwärts Richten, verschiedene Untergründe überqueren (Plane, Bretter), Flatterbänder, Brücke, Treppen, auf Komando Sprünge und vorsichtiges drüber Steigen, Stoppen und schnell auf Befehl los rennen etc. So etwas übt man in für die Tieere sicherer Umgebung, so dass sie sich konzentrieren können. Tiere, die solche Aufgaben bewältigen, haben gelernt, dem Tierführer zu vertrauen. Das übertragen sie auch, wenn sie mal vor einer Straße anhalten, still stehen und dann schnall auf Komando drüber rennen sollen, oder wenn mal was mit Flatterband abgesperrt ist, wo sie dran vorbei müssen oder wenn es gilt einen Steg zu überqueren etc. Es gibt so vieles, was sie nicht kennen, dass es aus Alpakasicht vernünftig ist, schnell dorthin zurück zu kehren, wo es sicher ist.
Ein Alpaka, das von A nach B gehen kann, kann schon eindeutig 100 % mehr, als die meisten Alpakas, die leider immer noch nicht mal an ein Halfter gewöhnt werden. Aber halfterführig, dazu gehört etwas mehr, als nur, nicht zu steigen oder sich nicht hinzuschmeißen... Ihr schafft das!
Beste Grüße Martina
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Re: Problem beim Wandern

Beitragvon Thalpaka » 29. Jun 2017 11:01

Also Maputo zieht immer beim Weggehen wie Sau - und beim Heimgehen darfst Du dann ziehen... :lol: :mrgreen: (außer die Wanderung war lang, dann freut er sich auch, heimzukommen) Ist aber auch ein Spezialfall, der sich auf der Weide zu Tode langweilt...

Im Übrigen wissen die NAsen auch ganz genau, wo man den Hänger hingestellt hat, auch wenn Du 50 km von zu Hause weg bist. (Hänger gleich heim)

Also beim Ziehen gleich welcher Art ist es einfach auch ein Austesten von grenzen. Du musst den Tieren erklären, wer der Chef ist beim Führen.
Sie sollen entspannt hinter Dir laufen, nur so macht das Gehen Spaß.

Du kannst auch ein Stöckchen nehmen und vor die Nase halten, wenn das mit der HAnd zu nervig ist. und immer Kreise laufen lassen, damit sie wieder hinter Dir sind. Irgendwann hört das auf. (Außer bei Maputo, aber der ist ja auch durch die Kutsche trainiert, schnell vor mir zu laufen und viel Power zu geben.)
Liebe Grüße, Wiltrud

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Re: Problem beim Wandern

Beitragvon Jürgen » 30. Jun 2017 09:58

Das kenne ich auch.
Aus meiner Pferdezeit habe ich noch Gerten zu Hause. Habe immer eine lange Dressurgerte mitgenommen und beim Ziehen lediglich das Griffstück vor die Brust / unteren Hals gehalten bzw. ganz leicht angetippt.
Mit ein wenig Übung machst Du das leicht aus dem Handgelenk der nicht führenden Hand.
Viel Erfolg und "dran bleiben"! :)
Grüße von Jürgen

Auf einer Skala von 1-10...wie genau hören Sie zu? Kann man machen...
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Re: Problem beim Wandern

Beitragvon Michael » 1. Jul 2017 09:57

Thalpaka hat geschrieben:Also Maputo zieht immer beim Weggehen wie Sau - und beim Heimgehen darfst Du dann ziehen... :

: :mrgreen: (außer die Wanderung war lang, dann freut er sich auch, heimzukommen) Ist aber auch ein Spezialfall, der sich auf der Weide zu Tode langweilt...

Im Übrigen wissen die NAsen auch ganz genau, wo man den Hänger hingestellt hat, auch wenn Du 50 km von zu Hause weg bist. (Hänger gleich heim)

Also beim Ziehen gleich welcher Art ist es einfach auch ein Austesten von grenzen. Du musst den Tieren erklären, wer der Chef ist beim Führen.
Sie sollen entspannt hinter Dir laufen, nur so macht das Gehen Spaß.

Du kannst auch ein Stöckchen nehmen und vor die Nase halten, wenn das mit der HAnd zu nervig ist. und immer Kreise laufen lassen, damit sie wieder hinter Dir sind. Irgendwann hört das auf. (Außer bei Maputo, aber der ist ja auch durch die Kutsche trainiert, schnell vor mir zu laufen und viel Power zu geben.)



Super Danke
Ist genau der gleiche Fall
Werden wir probieren

Vielen Dank
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Re: Problem beim Wandern

Beitragvon Marion Lamahieu » 12. Jul 2017 11:43

Hallo Jürgen!

Ich habe einen Lama - relativ jung aber schon Halfterführig und ruhig, der seit einer Woche bei uns ist.
Bei den kleinen Übungen die ich gemacht habe, hat er bei spazieren (auf der Weide und dann kurz draußen) nur auf der Seite gezogen. Dann habe ich eine Freundin hinter das Tier platziert (mit einer Gerte, so wie wenn man die Tiere sammelt), und er ist plötzlich einwandfrei gelaufen.

ist das eine akzeptable Lösung?
Oder soll ich es lieber lassen, dass er sich nicht daran gewöhnt, nur zu laufen wenn jemand hinter ist?

danke!
Marion

Jürgen hat geschrieben:Das kenne ich auch.
Aus meiner Pferdezeit habe ich noch Gerten zu Hause. Habe immer eine lange Dressurgerte mitgenommen und beim Ziehen lediglich das Griffstück vor die Brust / unteren Hals gehalten bzw. ganz leicht angetippt.
Mit ein wenig Übung machst Du das leicht aus dem Handgelenk der nicht führenden Hand.
Viel Erfolg und "dran bleiben"! :)
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Re: Problem beim Wandern

Beitragvon Thalpaka » 7. Aug 2017 08:46

Für den Anfang ist das prima.
Liebe Grüße, Wiltrud

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