"Projekt-Alpaka" - Fragen über Fragen

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"Projekt-Alpaka" - Fragen über Fragen

Beitragvon Filimamo » 23. Jan 2012 20:32

Hallo

Und schon komme ich mit den ersten Fragen angerauscht: ;)

Erstmal, vor einiger Zeit, erwarb mein Vater einen kleinen Hof, bestehend aus einem Haus, einem kleinen Pferdestall und genau 1ha Land.
Jetzt muss das ganze allerdings bewirtschaftet werden, da es sich um Landwirtschaftsland handelt. Genauere Details kann ich nicht nennen, fest steht, es muss bewirtschaftet werden.
Nun, wir sind weder Landwirte noch haben wir vor dahin zu ziehen (befindet sich knapp einen Kilometer vom Haus entfernt) und das ganze so richtig Landwirtschaftsmässig zu nutzen, was der "geringe" Platz von einer Hektare sowiso nicht zulässt.
Zuerst war das Thema von Hirschen, doch dafür ist meiner Meinung nach devinitif zu wenig Platz vorhanden.

Mittlerweile sind wir beim Alpaka angelangt. Die Tiere haben wir vor einigen Jahren im Skiurlaub das erste Mal gesehen, und schon da meinte mein Vater, dass er sich die haltung dieser Tollen Tiere durchaus mal vorstellen könnte. Nun ist natürlich die Ideale Gelegenheit da.

Und nun zu den Fragen;
Laut meinen Recherchen sollte der Platz schon für einige Tiere ausreichen. Stimmt das so?

Wie sieht es mit einem Unterstand aus? Was empfiehlt sich da? Grössenmässig?

Das sich die Tiere von sowenig Grasfläche nur vom Gras ernähren können, schliesse ich jetzt mal aus. Das heisst nun, muss nebst Heu sonst noch was zugefüttert werden?

Wie zeitaufwendig sind Alpakas? Oder, wie viel Zeit investiert ihr täglich in eure Tiere?

Und nun zu der momentan ganz grossen Frage:
Was für einen Zaun verwendet man am besten? Wie sieht es damit kostenmässig aus?


Damit das ganze auch als Bewirtschaftung durchgeht, müssten wir längerfristig anfangen zu züchten. Für mich ist das Thema immer irgendwie so ein Tabuthema, also bitte nicht schlagen...

Denkt ihr dass wir das überhaupt schaffen könnten? Natürlich soll hier nichts einfach so ein bisschen zum Spass vermehrt werden, sondern ich spreche davon dass wir uns erstmal mit Genetik usw. auseinandersetzen.


So, ich glaube das wars erstmal. Wahrscheinlich werden noch mehr Fragen kommen.

Und damit ihr nicht denkt, das wär jetzt einfach so eine "Teenie-Schnellidee" Das stimmt so natürlich nicht. Für mich gilt grundsätzlich, Kein tier ohne dass man sich vorher ausgiebig informiert hat. Und schon gar keine "Zucht" einfach so.
Das alles sind theoretische Fragen, es steht noch absolut nichts fest.

Natürlich wird längerfristig auch noch die Frage nach einem geeigneten Tierarzt usw. kommen, nur soweit sind wir im Moment mit denken noch nicht.


In nächster Zeit werden wir auch erstmal mit Züchtern in der Umgebung kontakt aufnehmen, damit wir uns das ganze einmal "hautnah" ansehen können.

Schonmal Danke für eure Antworten ;)

Liebe Grüsse
Nadine
Liebe Grüsse Nadine
Filimamo
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Beitragvon INTI » 23. Jan 2012 22:41

Hallo Nadine!
Erst mal könntet Ihr doch zu den Shows fahren, die jetzt anstehen, da gäbs die AlpakaShow Süd und die große europäische Show von AELAS in Ingolfstadt im März (siehe http://www.aelas.de unter Termine)
Da könnt Ihr gleich Tipps und Infos von ganz vielen Alapkazüchtern bekommen, ideale Gelegenheiten also!

Zu deinen Fragen:
Ja, der Platz sollte schon für ein ige Tiere ausreichen, Ihr solltet beim Einzäunen bedenken, dass Ihr, sobald Ihr züchtet auch Tiere trennen können müßt. So benötigt man extra Gehege für eine Gruppe mit Absetzerstuten und eine in der die Absetzerhengste mitlaufen können. Und ggf. bei einem eigenen Deckhengst auch für diesen Herrn einen eigenen Bereich.
Als Unterstände eignen sich viele Varianten, wir mögen fahrbare Unterstände, da wir so immer die einzelnen Abteilungen wechselweise beweiden lassen können und die Unterstände dann umstellen, wo sie grad gebraucht werden.
Die Tiere benötigen das ganze Jahr über Heu zur freien Verfügung und Mineralien (gibt es als Pulver).
Als Zaun haben wir sehr gute Erfahrungen mit diesem Knotengeflecht für Wild. Bei uns ist er rundrum ein wenig eingegraben, da die Tierchen auch gerne unter dem Zaun durchschllüpfen ;-)
Zeit ist so ne Sache, meist tüdelt man ja dcoh länger rum als nötig und es kommt auch drauf an, wie viel Arbeit man sich selber macht und wieviele Tiere man hat.

Herzliche Grüße Martina
"Kaum ist die Ernte einer Erfahrung glücklich eingebracht, wird der Acker vom Schicksal umgepflügt." Johann Nestroy

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Beitragvon Thalpaka » 24. Jan 2012 08:54

Hallo in die Schweiz!
Das ist prima, ohne gründliche Info geht nichts, egal wie alt man ist! :-D
Das klingt doch alles ganz vernünftig, wie Ihr an die Sache rangeht.

Wichtig: Ihr solltet auf jeden FAll einen Einsteigerkurs in die Alpakahaltung und den Umgang mit ihnen machen! Alpakas sind doch ein bisschen anders als andre Tiere.

Sonst noch:
Die größe des Unterstandes richtet sich nach der Menge der Tiere. da Alpakas gerne ein bisschen Platz um sich rum haben, wenn sie liegen (sie sind Distanztiere) sollten sie alle reinpassen, ohne Stress zu haben.
Vor dem Stall empfiehlt sich ein Vordach mit festem Untergrund. Man liegt gerne unterm Dach und guckt beim Wiederkäuen durch die Landschaft.
Natürlich braucht Ihr das für jede Herdgruppe (Stuten, Junghengste, Deckhengst)
Dann wäre ein kleiner Paddock (wir nennen es Catchpen) wichtig, damit Ihr die Tiere trainieren und handlen könnt.
Insgesamt sind Alpakas kein billiger Spaß! Anständige, nicht erwiesene Hobbyjunghengste bekommt man ab ca 1500,00 Euro. Alles andre liegt mächtig drüber! Und mit zwei Stuten sollte man eine Zucht mindestens anfangen. Zaunanlage, Stallbau, alles kommt noch dazu! Da sind schnell 20000 beisammen....
Liebe Grüße, Wiltrud

4.0 Alpakas, 2.0 Lamas, 0.1 Katze, 3.1 Kaninchen, 1.5 Wachteln, 2.0 Rothörnchen, 1.0 Streifenhörnchen

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Beitragvon Thalpaka » 24. Jan 2012 08:58

PS: Zeit kann man so viel investieren, wie man will. Aber man sollte seinen Tieren auch nicht täglich 12h auf den Keks gehen, sonst mögen sie nicht mehr.
Das gute ist: Man MUSS die Tiere nicht beschäftigen. Sie finden es toll, wenn Du es machst, aber sie können auch auch selbst genug sein.
Liebe Grüße, Wiltrud

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Beitragvon INTI » 24. Jan 2012 10:06

...möcht auch noch mal ganz unbesheiden auf diesen Text hier verweisen,der die Grundlagen der Kamelidenhaltung enthält aber keinen Kurs ersetzt!
http://www.inti-alpakas-lamas.de/index. ... 2&Itemid=2
Wichtihg ist der Text, nicht der Film!

Außerdem ein Text von den Tierärzten für den Tierschutz, von zahlreichen wirklichen Fachleuten geprüft und für richtig befunden (denn es gibt ja auch genügend Selbsternannte auf dem Gebiet der NWK ;-) ):
http://lamaundalpakaforum.plusboard.de/ ... tierschutz
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Beitragvon Thalpaka » 24. Jan 2012 11:27

können wir das Blatt nicht mal ganz oben irgendwo verlinken???
Liebe Grüße, Wiltrud

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Beitragvon Thalpaka » 24. Jan 2012 11:28

PS: Der Film ist aber auch schön!
Liebe Grüße, Wiltrud

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Beitragvon INTI » 24. Jan 2012 12:18

...ja das hat der Stefan gut gemacht :-)
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Beitragvon wolfgang » 24. Jan 2012 13:23

Hi nadine

du hast doch in der Schweiz top Züchter - für mich allen voran Lisa Stocker vom Alpihof lindth da kriegst du perfekte und fachmännische Auskunft (und Tiere)


lg wolfgang
bei uns wohnen 45 Alpaka Mädels und 6 Machos , wieder 2 Katzen, 1 Pferd, viele Fische und ein paar Oldtimer
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Beitragvon Filimamo » 24. Jan 2012 15:34

Hallo

Erstmal Danke für die Infos, und die hilfreichen Links.

Die Frage die mir grade auf der Zunge brennt:
Ich kenn das von Pferden, dass der Besitzer, wenn die Stute trächtig ist, tagelang im Stall übernachtet, damit er da ist, wenn das Fohlen kommt, und damit er eingreifen kann, falls komplikationen entstehen.

Wie sieht das bei den Alpakas aus? Ist bei einer trächtigen Stute auch eine 24-Stunden-Überwachung nötig? Oder geht das in der Regel problemlos alleine vonstatten?
Liebe Grüsse Nadine
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