Neues Gras -> Welche Ansaat?

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Wie oft kalkt Ihr und sät neu an (in etwa)?

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Meine Anwort ist auch nicht ungefähr hier - bitte einen Kommentar im Forum lassen.
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Neues Gras -> Welche Ansaat?

Beitragvon lamahof » 18. Mai 2009 10:03

Wir haben jetzt nun doch ein Fleckchen gefunden - 5 ha Grünland müßte auch für eine Weile reichen.
Jetzt standen da bisher Pferde drauf. Ein Teil der Koppel war Winterkoppel und Reitplatz - und sieht auch entsprechend aus. Alles kahl und sandig. Und es wurde schon ewig nicht mehr gekalkt oder gedüngt.
Das wollen wir aber ändern und dann gleich richtig für die nächsten 5-8 Jahre. Und hier möchte ich gern Eure Ratschläge bzw. Erfahrungen hören. (Wir haben dort trockenes - aber nicht zu trockenes Gebiet mit eher sandigem Boden - hoch lebe Brandenburg.)

Also, kalken (eine besondere Empfehlung, womit) und dann was?

Würdet Ihr düngen? Mit was? Bodenprobe werde ich natürlich nehmen und dann mal im Landwirtschaftsamt nachfragen.

Meine Hauptfrage ist aber: was sät Ihr neu an? Welche Mischung empfehlt Ihr? Marke? Name? Wo herzukriegen (gut - das kann ich auch noch herausfinden)? Sauerampfer mögen meine ja auch nicht besonders.
Mir geht es hier um Erfahrungen, die Ihr bei einer Neuansaat gemacht habt. (Landwirtschaftsbücher wälzen kann ich auch.) Und wie lange habt Ihr das anwachsen lassen, ehe Ihr Eure Tiere draufgestellt habt? Welche Jahreszeit wäre am günstigsten nach Euren Erfahrungsberichten? Ich kenne das immer nur vom Spätsommer/Herbst oder ganz zeitig Frühling .... Wir kaufen das Haus aber offiziell (mit Einzug etc.) erst Anfang August.

Achja, ich habe Lamas, wie einige von Euch sicher wissen ........
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Beitragvon INTI » 18. Mai 2009 23:34

Hallo Anita!
Hmm, auf Deine Umfrage kann ich gar nicht antworten, weil kalken und Neuansaa6t wei völlig verschiedene paar Schuhe sind.
Gekalkt wird bei uns immer jedes Jahr tüchtig im Frühjahr. Außerdem bekommen unsere Weiden noch sogenannten"Grunddünger". Die Pachtwiese erhält statt Grunddünger Stickstoff, denn da brauchen wir möglichst frühzeitig langes Gras fürs Heu. Wenn wir rechtzeitig Heu machen können, so dass Aussicht auf einen zweiten Schnitt besteht, wird direkt nach der Heuernte, sobald der nächste Regen angesagt ist, wieder mit Stickstoff gedüngt. Grunddünger streuen wir nur auf Pachtwiesen, die wir mehrere Jahre haben. Ist dieses Jahr nicht der Fall.
Neuansaat haben wir in den letzten 15 Jahren nur einmal gemacht, da zuviel Binsen und Ampfer auf der Wiee wuchs. Da wurde alles umgepflügt und neu gemacht. Als Saatgut kam bei uns nur eine Mischung in Frage, weil wir hier saure Moorböden haben. Dafür gibt es einfach von den Saatherstellern gar nicht so große Auswahlmöglichkeiten.
Wir hatten damals im Herbst neu angesät, leidr kam so eine ungünstige Frostperiode, dass das frische Gras alles hochfror und es wieder hin war. Dann haben wir im Frühjahr neu gesät und den ertsen Schnitt recht zeitig vom Nachbarn mit auf sein Silo fahren lassen, weil es einfach viel zu eiweißhaltig war. Das was danach wuchs, durften die Tierchen dann abgrasen.
Erkundige Dich mal bei den Genossenschaften bei Euch vor Ort, welche Saaten die auf die hiesigen Böden empfehlen würden, dasselbe mit dem Dünger.
Herzliche Grüße Martina
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Beitragvon pfarrhofalpakas » 19. Mai 2009 06:58

hallo anita,
wir haben gute erfahrungen mit dem saatgut für pferdeweisdn bei siepmann gemacht. nennt sich: DSV-Country Horse Pferdegreen

das beinhaltet verschiedene gräser, die auch unterschiedlich schnell wachsen. es ist wirklich robust. allerdings mussten wir auch noch nie neu ansäen, sondern eben nur nachsäen. obwohl nach dem letzten winter kam es auf unserer winterkoppel einer neuansaat gleich.

wir kalken im herbst, wenn es viel regnet. das ist sicher nicht optimal, aber ich kann im frühjahr die weide ja nicht ewig sperren, für düngung und ansaat...

wir suchen momentan auch neue weide dazu, weshalb ich auch sehr gespannt auf weitere antworten bin.

liebe grüße franziska
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Beitragvon INTI » 19. Mai 2009 09:12

Vielleicht ist das interessant: http://www.raiffeisen.com/news/artikel/30211380
Da gibt es dann auch einen Link zur Deutschen Saatveredelung, da kann man mal über die verschiedenen Gräsertypen rumlesen...:
http://www.dsv-saaten.de/futterbau_und_gruenland/


@Franziska:
Bei uns wird Dünger und Kalk gleich hintereinander ausgefahren, da gibt es keine extra Wartezeit. Kalk löst sich ja im Wasser auf und im Winter besteht bei uns mehr die Gefahr, dass zuviel einfach weggespült wird. Es soll, glaub ich, sogar sinnvoller sein, öfter im Jahr zu kalken als einmal sehr viel, abr wer kann das schon durchziehen? Außerdem kann das auch nur für so saure Böden wie bei uns gelten. Hier gab es ja früher mal ne Moorversuchsstation, die alles möglichen Sachen ausprobiert hat, was auf Moorböden wächst und was nicht.
Ich würd immer mal Leute vor Ort fragen, was die meinen. Bei uns würd nur Binsen wachsen, wenn wir nicht kalken würden...
Hier mal ne Seite zum Kalk: http://www.agro-kalk.ch/default.asp?lin ... linkid=385
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Beitragvon lamahof » 20. Mai 2009 13:52

@INTI (ok, ich finde es immer noch komisch - als wenn ich mit meinem Hengst per Forum kommuniziere :oops: )
Erst mal danke für Deine Links - werde ich mir sehr genau durchlesen.
Hast Du einen ökologischen Betrieb angemeldet? Kann man denn da eine jährliche Kalkung und Düngung vertreten? :-o Ich glaube, unsere Böden brauchen nicht die Menge Kalk - bei Moor ist das natürlich etwas ganz anderes .... Wir haben in Brandenburg häufiger das Problem der Goldrute (und des Sauerampfers auf Brachland) - ist zwar schön gelb, aber bei den Tieren auch nicht wirklich beliebt. Und das Zeug wächst .... unglaublich. Wenn denn auch nur Gras so schnell wachsen würde. ;)
Ich muß diesmal eben auch fast alles umpflügen lassen - und das im August ... unpraktisch, aber wahr. Ich hoffe, wir kriegen hier nicht dann wieder einen Hitze-Sommer in Brandenburg.
Also, zusammengefaßt würdest Du mir "empfehlen", den Boden umzupflügen, gleichzeitig zu kalken und Grunddünger einzusetzen und danach gleich die Neuansaat zu machen? Ich würde das wahrscheinlich erstmal nur bei 3 ha machen und die restlichen 2 ha dann nächstes Frühjahr, wenn ich die Lamas auf die 3 ha lassen kann. Das Problem bei Kalk ist ja das Wasser: bei Übermenge wird es ausgeschwemmt, bei Trockenheit vom Boden gar nicht aufgenommen ... (hoch lebe mein Studium für diese Info :oops:).

@Franziska: Dein Vorschlag klingt gar nicht mal so schlecht. Dankeschön. :-D Vielleicht kann ich ja einen Teil mit den Kräutern (Kräutermenü) mischen und dort Heu machen. Muß mir eben noch genau die Grasmischungen überlegen.
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Beitragvon INTI » 20. Mai 2009 17:12

Hi Anita!

Ich würde mich an Deiner Stelle vor Ort von den Raiffaisenleuten oder wie die Landwirtschaftshändler bei Euch so heißen, erkundigen, vielleicht auch den einen oder anderen Landwirt befragen. Die kennen das Land umzu am besten und die Böden auch.
Und ich würd mich auch an die Düngeempfehlungen halten, auch wenn sie einem irgendwie immer viel zu viel vorkommt und immer viel zu teuer ist... Mit weniger auszukommen, dass versucht wohl jeder, der mit Weidewirtschaft anfängt erstmal und lernt in den kommenden Jahren, dass die Düngeempfehlung schon genau die richtige Menge gewesen wär, mit der man dann auch einen vernünftigen Ertrag gehabt hätte...

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