Vitaminversorgung im Winter

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Beitragvon Sibylle » 10. Feb 2010 22:32

Komisch, meine mögen das gar nicht - vielleicht kriegen sie zuviel Heu ??
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Beitragvon nancy » 11. Feb 2010 08:25

Hallo Nicole!

Ich kann dich beruhigen, denn du bist gewiss nicht die einzige die Karotten an ihre Alpakas verfüttert. Denn auch wir füttern in Maßen Karottenscheiben. Erst mal zur Vitaminversorgung und zweitens als Belohnung. Ausserdem nehmen wir auf jede Wanderung eine kleine Tüte Karottenscheiben oder auch mal Apfelscheiben mit, denn bei uns finden sie zur Zeit nur "weißes Gold" und das in rauhen Mengen. Unsere Jungs kennen ihre "Haltestelle" mittlerweile ganz genau und sie sind happy wenn sie etwas bekommen. Unser Hund freut sich dabei auch noch, denn der putzt das weg was ausversehen verloren geht!

Liebe Grüße aus dem tiefverschneiten Bayerischen Wald
Nancy

P.S. Von schneefreien Wiesen können wir noch lange träumen!!
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Vitamine

Beitragvon holzer » 11. Feb 2010 09:46

Hallo,

meine Alpis bekommen auch ab und an ein paar Stücken Futterrübe .
Ich hacke die Teile nur einmal auseinander, dann knabbern sie die Dinger selbst
auf und haben dabei gleich ein wenig Beschäftigung.
Man muß natürlich mindestens für jeden ein Stück machen, sonst geht die Spuckerei los !!!
Als Mineralfutter haben sie das Kamelin von Dr. Dreifuss zur freien Verfügung.
Ich habe aber noch nicht heraus gefunden, wann sie es fressen .
Manchmal geht ein paar Tage keiner dran und manchmal ist der kleine Trog an einem Tag leer gefressen.
Ich dachte schon, dass sie nicht ran gehen, wenn sie Rüben kriegen, aber auch diese Theorie haben sie nicht bestätigt !
Na ja, hauptsache den Tieren gehts gut !!

Gruß an alle aus dem tief verschneiten Mansfelder Land

holzer !
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Beitragvon nellifer » 11. Feb 2010 10:56

Es "outen" sich ja immer mehr :-D !
Ich glaube dass das auch regional verschieden ist, bei uns ist ein klassisches "Karottengebiet" weil wir viele Gemüsebauern haben (Hipp ist in der Nähe und hat im Umkreis sehr viele Vertragsanbauer), man kriegt die Dinger quasi zenterweise an jeder Ecke, meist in Bio-Qualität.

Mit dem schneefreien Weiden ist es seit gestern bei uns leider auch wieder vorbei, jetzt steht die Bande wieder ganztägig drinne, inklusive Kotplatz........... :roll: nur unser Jüngster streckt mal kurz den Kopf aus der Tür raus, mehr aber auch nicht........Praktischerweise ist auch der Weg zum Misthaufen jeden Morgen wieder zugeschneit, ich hätte da eine Idee für eine neue Wintersportdisziplin: Tiefschneeschubkarrenfahren :-P

LG,
Nicole
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Beitragvon INTI » 11. Feb 2010 12:55

Beim Tiefschneeschubkarrenfahren mach ich glatt mit!
Aber auch beim Glatteisschubkarrenrutschen...
:mrgreen:
Nur beim Füttern von Lebensmitteln an Kameliden, da sträub ich mich gegen, schließlich möcht ich auch kein Heu oder Gras essen müssen.... :lol: Für letzteres ist mein Magen ebensowenig geeignet, wie ersteres für Kameliden.
Es ist sicher nachvollziehbar, dass man es nicht lassen kann, denn wir Mensschen sind halt so, dass wir meinen, Tieren übers Futter was Gutes zu tun. Die ganzen Zoo's machen nicht umsonst Werbung mit den Fütterungszeiten, Futterpäckchenverkauf etc.
Und die Tiere nehmen es auch immer so gerne an. Nur, das müssen sie auch, denn die Tiere sind so gepolt, dass sie alles was gehaltvoll ist, auch auf jeden Fall nehmen müssen, denn in freier Natur gibt's sowas so selten, dass sie froh darum sind. Nur die Viecher leben bei uns nicht in freier Natur. Und wenn sie nicht was leisten müssen, wie beim Trekking, dann ist dieses ganze Karotten und Leckerlis füttern etc. nur was für unser menschliches Bedürfnis und nix, was die Tiere bräuchten.

Na ja, aber wenn man ehrlich ist, halten wir die Tiere ja auch nicht, weil die das so toll bei uns finden, sondern auch aus einem menschlichen Bedürfnis heraus.
Ich frag mich manchmal, ob auch so ein bisschen schlechtes Gewissen dabei ist, dass man unbewußt weiß: Die Tiere wären in freier Natur sicherlich am Glücklichsten. Ich halte sie aber nun mal, um mich an ihnen zu freuen und, weil es hierzulande nicht anders geht, eingesperrt. Also sollen sie es bei mir viel besser haben als sie es in freier Natur hätten... Deshalb "verwöhn" ich sie...
- Ich glaub aber, da macht man sich halt was vor. Denn das, was wir unter "verwöhnen" verstehen, ist sicher nicht immer das, womit den Tieren tatsächlich etwas Gutes getan wird.
Und das bezieh ich jetzt nicht nur auf Kameliden...

Herzliche Grüße Martina
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Beitragvon nellifer » 11. Feb 2010 16:48

Hallo Martina,

da hast Du völlig recht, das kann man auch noch weiter fassen: Das Pferd ist sicher glücklicher ohne Sattel und Reiter obendrauf, die Katze macht ihr Geschäft sicher auch lieber draußen auf der Wiese als ins hochmoderne mit Geruchsfilter (natürlich für die menschliche Nase!) ausgestattete Katzenklo, der Hund riecht bestimmt lieber nach Hund als nach Hundeshampoo ect....ja und Kameliden laufen auch sicher lieber ohne Halfter und Führstrick durch die Gegend als mit einem "störenden Menschen" im Schlepptau an allen möglichen für sie unheimlichen Dingen vorbei.

Aber: Der Mensch hat diese Tiere gezüchtet, ob nun als Gebrauchstier oder aber zum reinen Vergnügen und da der Mensch ja immer dazu neigt Tieren menschliche Züge aufzuzwingen baden die Tiere das am Ende aus.
Wenn wir ehrlich sind steckt die Neigung zum vermenschlichen von Tieren doch in uns allen, im einen mehr, im anderen weniger, das fängt vielleicht mit einer artfremden Nahrung an (obs nun Karotten für Kameliden sind oder aber das Würstchen für den Hund), geht über das lustige Kostümieren von Mensch und Tier auf Shows (womit ich ehrlich gesagt nicht soviel anfangen kann) und gipfelt in Auswüchsen die jeder Beschreibung spotten wie den Handtaschenhündchen diverser Promis die mit Parfüm besprüht und gepudert ein wirklich armseliges Dasein fristen müssen.
Gibt unzählige sehr traurige Beispiele für sowas.

Und ein ganzer Industriezweig lebt davon...

Ich denke man muß ganz einfach ein gesundes Maß finden, was bei den vielen Verlockungen zugegeben nicht immer einfach ist, man gehe nur mal durch ein Zoogeschäft...

Hab heute übrigens einen neuen Schubkarrenrekord aufgestellt, 30 Meter in 10 Minuten!!! :lol:

LG,
Nicole
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Beitragvon INTI » 12. Feb 2010 09:43

Hallo Nicole,
man sollte zwar hier jetzt Training und Ernährung nicht in einen Topf werfen, aber Du wirfst damit das nächste Thema auf, dass auch für andere Tiere gilt: Die meisten Tiere werden doch hierzulande viel zu wenig bewegt und bekommen obendrauf Futter für Hochleistungssportler...
Grüße Martina
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Beitragvon nellifer » 12. Feb 2010 10:24

Hallo Martina,

das ist wahr, das ist aber auch eine Folge der heutigen Überschußgesellschaft.

Früher war z.B. ein Pferd ein Arbeitstier, kein Bauer wäre auf die Idee gekommen, ja hätte es sich überhaupt leisten können dem Tier mehr zu fütten als notwendig.
Heute dagegen stehen viele Pferde 23 Stunden am Tag in der Box und werden - wenn sie Glück haben - eine Stunde bewegt, gefüttert wird aber was das Zeug hält, gibt ja eine Unmenge an Futtermitteln, Zusatzfutter ect... es wird ja durch die Futtermittelindustrie fleißig suggeriert dass es ohne gar nicht geht, am Ende hat man dann ein Pferd das nicht mehr händelbar ist weil es dermaßen zugepumpt ist mit Energie oder aber durch die ständige (falsche) Zufütterung von Ergänzungsfutter Organschäden davonträgt (ich hatte mal ein Pferd im Stall dem über Monate hinweg nach eigenem Gutdünken ein VitaminE/Selen-Präparat zugefüttert wurde, die Folge war ein hochgradiger Leberschaden...)
Es gibt ja durch das Überangebot eine regerechte Erwartungshaltung bei den Leuten, wenn mich jemand fragt was Alpakas fressen und ich dann sage Gras, Heu und Mineralfutter kommt oft die Frage "Und sonst nichts? Brauchen die kein Kraftfutter?", gerade von Leuten die z.B. selbst Pferde haben und es gewohnt sind denen alles Mögliche aus der breiten Angebotspalette zu verabreichen.

Man hat aufgrund des Überangebots das rechte Maß für den eigentlichen Bedarf verloren, es ist ja bei uns Menschen nicht anders, wir sitzen oft den ganzen Tag am Schreibtisch, schaufeln aber Portionen rein die eher für einen Schwerarbeiter passen würden, anstatt uns die Zeit zu nehmen mit unseren Kindern zu spielen überhäufen wir sie lieber mit Spielzeug, Süßigkeiten ect. um unser Gewissen zu beruhigen, genau das übertragen wir auch auf die Tiere, womit wir wieder bei der Vermenschlichung wären.....

Ist schon fast ein wenig philosophisch, das Thema,

nachdenkliche Grüße,

Nicole
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