Kupfervergiftung bei NWK

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Kupfervergiftung bei NWK

Beitragvon INTI » 25. Apr 2011 09:04

"Suspect copper toxicity in an alpaca"

James L. Carmalt, Keith E. Baptiste, Barry Blakley

2001

Suchworte:
Kupfer
Vergiftung
Leber

Abstract:
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/article ... 7-0072.pdf

und

"Copper poisoning in four llamas"

Junge RE, Thornburg L.

1989

Abstract:
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/2793584
"Kaum ist die Ernte einer Erfahrung glücklich eingebracht, wird der Acker vom Schicksal umgepflügt." Johann Nestroy

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Beitragvon mona61 » 26. Apr 2011 20:13

In beiden Artikeln ist die Rede von NWK, die an Vergiftungen durch Kupfer starben. Unklar war jeweils, woher die erhöhte Aufnahme von Kupfer kam, aber es stand pelletiertes Fertigfutter in Verdacht, zumal die auf dem Beipackzettel angegebenen Konzentrationen einer Überprüfung nicht stand hielten, d. h. zu hoch waren.

Außerdem gibt es eine Verbindung mit dem Spurenelement Molybdän (http://www.chemie.de/lexikon/Molybd%C3%A4n.html), mit dem das Kupfer in einem bestimmten Verhältnis im Futter vorhanden sein muss. Leider gibt es zu wenig exakte Zahlen, um diese hier als korrekte Ration angeben zu können. Selbst über die normalen und toxischen Levels von Kupfer gibt es noch zu wenig Wissen, man nimmt aber an, dass die toxische Menge wie beim Schaf bei über 11mg/kg Futter liegt.

Persönl. Kommentar: Nun, was schließen wir daraus für unsere Fütterung? Die meisten werden ja wohl sowieso nicht großartige Mengen an Kraftfutter verfüttern, aber wenn man nicht mal den Deklarationen glauben kann?
Und: ich fragte euch ja mal nach dem richtigen Mineralfutter. Bei der Firma Schaette empfahl man mir Ursonne Premium für Pferde, ihr sagtet "für Kühe"! Jetzt hab ich natürlich nachgeschaut: auf alle Fälle hat das Pulver für Pferde erheblich weniger Kupfer... Und nu???
Lieben Gruß, Marion

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Beitragvon INTI » 27. Apr 2011 09:01

Ob Schaette für Rinder mehr oder weniger Kupfer als das für Pferde enthält, spielt ja gar keine Rolle, denn NWK brauchen ja auch Kupfer. Zuviel ist ebenso schädlich wie zuwenig.
In der o. g. Arbeit lag der Verdacht auf pelletiertem falsch ausgezeichnetem Fertigfutter. Das ist etwas ganz anderes als das Dr. Schätte. Das Schaette Pulver wird ja nicht wie Futter gefressen, sondern bei Bedarf aufgenommen.
Wir haben seit über 10 Jahren hervorragende Erfahrungen mit der Ursonne Rinder Premium und unsere Tiere gute Blutwerte (außer natürlich bei besondern Krankheitsgeschichten). Insofern weiß ich, dass sie mit der Rinder-Ursonne gut mit allem versorgt sind und habe keine Veranlassung irgendetwas anderes auszuprobieren, zu empfehlen oder zu wechseln.
Grüße Martina
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Beitragvon mona61 » 27. Apr 2011 10:49

Ok, danke. Ich glaub, ich frag mal bei Gelegenheit bei der Firma nach, warum sie was empfehlen...
Lieben Gruß, Marion

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Beitragvon INTI » 27. Apr 2011 11:30

Soviel ich weiß, empfiehlt Dr. Schaette nichts speziell für NWK. Diese Empfehlung kommt vom TA.
Herzliche Grüße Martina
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Kuüfervergiftung

Beitragvon güggel » 27. Apr 2011 21:19

Also wir hatten gerade aktuell 2 Schafe die an einer Kupfervergiftung gestoreben sind wir haben sie ins Tierhygienische Institut nach Freiburg gebracht und bekamen das Ergebnis !!
Wir haben Kontakt mit einer Proffesorin in Bern CH die uns ein Mittel empfahl das wir 3 Wochen eingeben mussten, das bindet das Kupfer damit es ausgeschieden werden kann.Das war ein Riesenakt.
Wir haben das Wasser untersuchen lassen , Minaralfutter sofort entfernt der Schafherdengesundheitsdienst war da alles i.o wir wußten keinen Rat.
Nun ist einer Freundin as gleiche passiert auch bei Skudden Kupfervergiftung sie hat das Heu untersuchen lassen und das Ergebnis Schafe dürfen max. 15 WAS WEI? ICH FRESSEN UND DAS hEU HATTE 29gr !! Ühmd noch mehr und wir haben den Schafen Ühmd gefüttert weil es ihnen besser geschmeckt hat also haben wir die Tiere systhematisch vergiftet.....unsere sind Nach 8 Wochen überm Berg aber....
http://docs.google.com/viewer?a=v&q=cac ... WA4HbPJq4w
LG Natz
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Re: Kupfervergiftung bei NWK

Beitragvon Cori » 11. Mai 2016 07:30

Aus aktuellem Anlaß, wir haben einen Lamahengst der einen zu hohen Kupferwert aufweist.
Grund der Blutuntersuchung ist Haarausfall. Parasiten sind ausgeschlossen, Pilzuntersuchung läuft gerade.

Auffällig im Blutbild ist allerdings der hohe Kupferwert. Unsere kriegen kein Zusatzfutter ( und er nimmt sowieso nichts an, wir haben in der letzten Zeit versucht zusätzl. Zink zu geben, kriegen es ihm aber nicht rein )

Kann es tatsächlich am Heu liegen? Kupferleitungen in der Wasserversorgung haben wir nicht.

Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht oder eine Idee?

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