Vorbesitzer gesucht - Wer kennt diese Tiere ?

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Beitragvon Indra » 4. Feb 2013 12:50

Gibt dieses Gutachten nicht gerade die Regelung bei einer Dauerhaltung an ? Also so habe ich es jetzt verstanden....
Aber 150 m² wären ja auch schon eine Besserung für die 3 Alpakas.
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Beitragvon Thalpaka » 4. Feb 2013 14:37

INTI hat geschrieben:Hier habs gefunden, wo die anders eingeteilt sind, ist von 2011:
http://www.bravors.brandenburg.de/sixcm ... 010_11.pdf


Das ist natürlich besonder schick und großzügig, weil aus der:

Richtlinie des Ministeriums für Infrastruktur
und Landwirtschaft des Landes Brandenburg
zur Förderung umweltgerechter
landwirtschaftlicher Produktionsverfahren
und zur Erhaltung der Kulturlandschaft


Das zitieren wir jetzt zukünftig immer :mrgreen:
Liebe Grüße, Wiltrud

4.0 Alpakas, 2.0 Lamas, 0.1 Katze, 3.1 Kaninchen, 1.5 Wachteln, 2.0 Rothörnchen, 1.0 Streifenhörnchen

Wo kämen wir hin, wenn alle sagten, wo kämen wir hin,
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Beitragvon Thalpaka » 4. Feb 2013 14:40

Indra hat geschrieben:Gibt dieses Gutachten nicht gerade die Regelung bei einer Dauerhaltung an
?

Ja, leider... Sonst müsste man die Zoos zumachen. :mrgreen:


Ich denke, wir sind gut dran, wenn wir das (von Amtstierärzten durchaus gelesene) Material der Tierärztlichen Vereinigung vorlegen.
Liebe Grüße, Wiltrud

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Beitragvon lamahof » 4. Feb 2013 17:00

Mal eine Berichtigung, weil Ihr das entweder mißverstanden oder nur halb gelesen habt:

In Brandenburg gelten 0,1 GVE für Lamas und 0,08 GVE für Alpakas, für Mutteralpakas neuerdings wohl 0,1 GVE (letzteres erfahre ich aber in einigen Wochen genau, wenn die Formulare wieder einmal ausgefüllt werden müssen).

Die oben erwähnte Richtlinie ist für die Thematik völlig irrelevant, weil sie in diesem Fall nicht zutrifft und auch etwas komplett anderes beinhaltet: Die Kulap-Richtlinie gilt nur für bestimmte (eingetragene!) Landwirtschaftsbetriebe (also ab einer bestimmten Größe), die subventionsförderfähig sind - also auch bestimmte Auflagen haben und auch ständig kontrolliert werden. Eine bestimmte Auflage für besondere Betriebe ist eine extensive Weidehaltung für bestimmte Tierarten; der RGV von 0,3 darf aber auch nicht unterschritten werden (das besagt nämlich dieser von Euch herausgesuchte Wert!!), weil die Förderfähigkeit damit wegfällt (übersetzt: man muß mind. 3 Lamas auf einer Fläche von 1 ha haben, um diese bestimmte Subvention überhaupt beantragen zu dürfen!). Die RGV aus dieser Richtlinie sind nicht die Werte, die den Tieren als GVE vom BB-Landwirtschaftsamt zugeordnet werden. Nur mal so als Hinweis.

Also Indra: GVE für Alpakas sind immer noch 0,8 und für Lamas 0,1 und wie fast überall in Dtl. gilt auch hier in Brandenburg: für 3 Alpakas mind. 1100 qm reine Weidefläche, ansonsten kann (und sollte) der Amtstierarzt einschreiten. (Gebe aber zu, daß ich das genaue Gesetz im Stuttgarter Raum nicht kenne.)
Aber auch hier: eine beispielsweise dreiwöchige Quarantäne auf weniger Raum ist gestattet, wenn es kein Dauerzustand ist. Letzteres ist eine Zeitspanne, die eher subjektiv ist, vielerorts aber mit 3 Monaten gehandelt wird, wenn es nicht hochgradig lebensgefährlich für das Tier ist.
Aber trotzdem: viel Erfolg!!!
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Beitragvon Indra » 4. Feb 2013 18:58

zadik-lamas hat geschrieben:Also Indra: GVE für Alpakas sind immer noch 0,8 und für Lamas 0,1 und wie fast überall in Dtl. gilt auch hier in Brandenburg: für 3 Alpakas mind. 1100 qm reine Weidefläche, ansonsten kann (und sollte) der Amtstierarzt einschreiten. (Gebe aber zu, daß ich das genaue Gesetz im Stuttgarter Raum nicht kenne.)
Aber auch hier: eine beispielsweise dreiwöchige Quarantäne auf weniger Raum ist gestattet, wenn es kein Dauerzustand ist. Letzteres ist eine Zeitspanne, die eher subjektiv ist, vielerorts aber mit 3 Monaten gehandelt wird, wenn es nicht hochgradig lebensgefährlich für das Tier ist.
Aber trotzdem: viel Erfolg!!!

Eine Quarantäne über 3 Monate ? :shocked: Würde das denn auch gelten, wenn ein Tier innerhalb Deutschland den Besitzer wechselt ?

Habt bitte noch ein bisschen Geduld mit mir, ich bin hier ein totales Greenhorn :oops: und ich habe ehrlich gesagt noch nicht genau verstanden, auf welche Regelung sich ein Vet-Amt beziehen kann:

- Es gibt ein Merkblatt der Tierärztl. Vereinigung, welches 1000 m² für 2 Tiere angibt
- Es gibt ein Gutachten vom Bundesministerium, das wiederum 150 m² für 3 Tiere angibt
- Und nun gibt es auch noch die Regelung über landwirtschaftliche Nutztiere, zu denen die Alpakas ja auch gezählt werden, die jedoch ein Alpaka mit 0,08 Großvieheinheiten aufführt, somit 800 m² für ein Tier

Ohje, ist das kompliziert :(
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Beitragvon Arthemis » 4. Feb 2013 21:08

Ist das echt son Monster der jetzige Besitzer?Ich bin ja immer für klingeln und nachfragen...hab hier nämlich schon so manchen Leuten erklärt wo die Tür zum Stall ist(also mit zugluftvorhang kann man das auch schlecht sehen!)
Der kann ja sagen ob das nur vorrübergehend ist..bei Frost könnte man nämlich z.B. auch keine Zaunpfähle für ne neue Weide setzen...

Diese GVE oder BG oder etwäige Anträge sind Sache der Landwirte hier...seit froh das ihr euch diesen jährlichen Papierkrieg nicht immer antun müßt...hat Vor- und Nachteile...

Der Hobbyhalter muß in NRW aber seit diesem Jahr seine Tiere in der Tierseuchenkasse melden!!
Liebe Grüße aus der Eifel

Diana

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Beitragvon Indra » 4. Feb 2013 22:18

@Arthemis
Ja schön wärs, dann würde ich mir auch sofort den zusätzlichen zeitl. Aufwand der letzten Tage sparen...
.... aber dem ist leider nicht so. :(

Im Allgemeinen: Wenn ein Mensch nicht ein zeitgemäßes und gesundes Verantwortungsbewusstsein gegenüber seinen Tiere besitzt, ist es wohl sehr schwierig, ihn freiwillig zu einer neuen und ehrlichen Einsicht zu bringen. Ich wüsste momentan nicht wie.
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Beitragvon lamahof » 4. Feb 2013 22:38

Indra, ich habe Geduld, keine Sorge. :D
Nein, die GVE hat nichts damit zu tun, wieviel Platz ein Tier nach Tierschutzrecht braucht, hängt eher mit Futtergrundlage und Beweidung zusammen und ist - wie Arthemis auch schon sagte - nur Sache der Landwirte (stimme zu - ein Papierkrieg, der jetzt im März wieder ansteht ....). Ist aber auch nicht so wichtig für Dich, kümmer Dich einfach nicht drum, Indra - in Deinem Fall nicht wirklich relevant.

Es zählen die 1000qm für 2 Tiere + 100qm pro zusätzlichem Tier. Also 1100qm.

Bei dem Gutachten des BMVEL: Sieh Dir doch mal bitte auf S. 72 das Differenzprotokoll und ganz speziell Punkt 9 und 2 an - wenn man geschickt argumentiert, widerlegt das nämlich die 150qm zusammen mit dem TierSchG .... und dann bzw. gleichzeitig kannst Du dem Amtstierarzt das Merkblatt der TÄV geben :D

Quarantäne: eigentlich nicht, aber 1-3 Wochen ist durchaus normal. Wie war z.B. der Hof, auf dem die Tiere vorher standen? Für einen neuen Besitzer ergeben sich Fragen nach Räude, eingeschleppten Parasiten, etc. Ich persönlich verlange immer eine Entwurmung eine Woche, bevor ich die Tiere zu mir hole. Ansonsten werden sie hier entwurmt und auf eine Extrawiese gepackt, die ich sehr selten als Weidefläche nutze. Möglicherweise bin ich pinglig, aber sicher ist sicher. Wegen Räudegefahr mußte ich bspw. meine zu einer Show mitgenommenen Tiere vor einigen Jahren danach auch ein paar Tage in Quarantäne packen - allerdings auf eine recht große Wiese. Es ergeben sich also durchaus weitere Faktoren.
Aber auch hier stimme ich Arthemis zu: versuche mal herauszufinden, wer der jetzige Besitzer ist und frage nach der zeitnahen zukünftigen Unterbringung für die Tiere - so ganz unschuldig ...... Falls Du es schon gemacht hast und nicht weitergekommen bist: durchaus dem Amtstierarzt nochmals sowohl eine e-mail schreiben (es MUSS etwas SCHRIFTLICHES vorhanden sein) und auch gleich nochmal anrufen und fragen. Notfalls kannst Du ja auf das Merkblatt hinweisen. Ich hatte hier auch schon öfters Anrufe von Amtstierärzten mit merkwürdigen Dialekten, die mich nach bestimmten Haltebedingungen gefragt haben.
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Beitragvon lucky » 4. Feb 2013 22:52

zadik-lamas hat geschrieben:Arthemis auch schon sagte - nur Sache der Landwirte (stimme zu - ein Papierkrieg, der jetzt im März wieder ansteht ....)


in bayern machen wir das online.dauert 10 min.

aber zurück zum thema.
fläche hin oder her,einen trockenen unterstand müssen die alpakas haben!
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Beitragvon lamahof » 4. Feb 2013 22:58

Bei uns im Landkreis gehen wir zum LW-Amt und bequatschen die Leute dort, uns bei der Antragstellung zu helfen (sie haben extra Termine dafür). Dann können wir uns das online sparen. Dauert nur im Amt 10 Minuten - hier muß man sich erst die aktuelle Version herunterladen ....... ;)

Indra: lucky hat recht, ich habe das am Anfang total überlesen: trockener Unterstand ist Pflicht!
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