Folgen von verunreinigtem Wasser

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Folgen von verunreinigtem Wasser

Beitragvon Toledo » 7. Mär 2011 21:23

Hallo,
bei uns gibt es im Moment schwer Probleme mit dem Nachbarn ( Landwirt mit min. 180 Michvieh).
Der Landwirt leitet irgendwelche Abwässer schon seit Jahren ( Silo, Gülle )in den Bachlauf, der auch durch unsere Weiden fließt.
Die Gemeinde hat zwar Wasserproben genommen, mit denen eindeutig die Verunreinigung nachgewiesen wurde, verschleppt das Ganze aber (der arme Landwirt).
Kann mir jemand sagen , welche gesundheitlichen Folgen für meine Lamas durch solche Verunreinigungen auftreten können?
Bin zwar bemüht, ihnen immer frisches Wasser anzubieten und sie gehen eigentlich dort auch nicht trinken, aber man weiß ja nie.
Gruß Karin
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Toledo
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Beitragvon mona61 » 8. Mär 2011 08:46

Hallo erst einmal von einer Newcomerin, die ganz in eurer Nähe wohnt und sogar früher in Wald-Michelbach gewohnt hat...
Das mit dem Bachwasser würde mich auch beunruhigen. Ich weiß zwar nicht, welche gesundheitlichen Folgen der "Genuss" dieses Wassers haben könnte, aber eine Abhilfe-Idee: kannst du vielleicht mit einer Reihe Stromlitze (Stecken evtl. im Bachbett, wenn er nur schmal ist) diesen abtrennen? Wenn der Bach mitten durch die Weide läuft, müsstest du halt mit zwei, drei Baubohlen einen Steg bauen. Ist ja auch nicht das Schlechteste, wenn die Süßen lernen, da rüber zu laufen...
Ich hoffe, du findest eine Lösung oder jemand kann hier sagen, dass das ganz harmlos ist.
Lieben Gruß, Marion
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Beitragvon INTI » 8. Mär 2011 09:58

Hallo Karin!

Leider kann ich Dir nicht sagen, dass das harmlos ist, denn selbstverständlich sind Keime und Parasiten in Gülle enthalten und natürlich können Deine Tiere sowas über das Bachwasser aufnehmen. Vermutlich wird auch der eine oder andere Keim oder Parasit an das Ufer des Baches gespült und wird dann dort mit den Gräsern gefressen oder von Zwischenwirten weiter geschleppt.
Das Abtrennen vom Bachlauf ist sicher die sicherste Maßnahme.

Grüße Martina
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Beitragvon lamahof » 18. Mär 2011 11:59

Soweit ich mich von meinem Studium her an dieses Thema erinnern kann, hilft nur Abtrennen mit Zaun - und zwar mind. 3 Meter, da durch seitlich einweichendes "Sickerwasser" des Bachlaufes auch die Uferzonen durch Gülle kontaminiert werden (Abhängigkeit hier saisonal, Bodenart, Witterung, ...). Das hängt aber auch mit der "Qualität" der Gülle zusammen, würde hier aber zu weit führen. Problem ist auch, daß Lamas teilweise Parasiten der Rinder aufnehmen (sind ja auch Wiederkäuer) und das sich nachteilig auswirken kann (nicht muß, aber kann).
Das mit dem Steg ist eine gute Idee - aber auch der muß dann ein paar Meter am Ufer hineinragen.

Okay, eine andere Möglichkeit wäre die Filterung des Bachlaufes, aber das schließe ich in Deinem Fall mal aus ...... Teilweise ist die Entfernung organischer Schadstoffe aus Abwasser vor allem bei einigen Medikamenten eine aufwendige Prozedur, die nur eine Kläranlage oder ein Labor schaffen kann.
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