Welche Ausbildung habt ihr?

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Welche Ausbildung habt ihr?

Beitragvon Scadi » 10. Feb 2013 19:39

Hallo,

mich würde interessieren, welche Ausbildung ihr mit euren Lamas/Alpakas gemacht habt.
Wenn jemand pädagogische oder therapeutische Arbeit mit seinen Tieren anbietet, dann gehe ich in erster Linie davon aus, dass diese entweder eine pädagogische oder therapeutische Grundausbildung haben. Zumindest würde ich das für eine qualitative und professionelle Arbeit voraussetzen.
Ich hoffe ich trete da anderen nicht auf die Füße....

Ich selbst bin ja HEP, also habe eine sonderpädagogische Ausbildung. Ab Herbst 2013 strebe ich die Weiterbildung als Heilpädagogin an. Irgendwann, wenn alles passt, möchte ich mir gerne die Tiere anschaffen und etwas in diesem Bereich aufbauen, wenn es klappt.

Aber was habt ihr noch zusätzlich für Weiterbildung im Bereich TT gemacht, um euch auf die Arbeit mit den Tieren und Menschen bestens vorzubereiten??? Was könnt ihr da empfehlen?
Scadi

Beitragvon INTI » 11. Feb 2013 12:30

Hi!
Wichtig ist in der Arbeit mit Tieren, dass man sich gut mit dieser Tierart auskennt, denn es sind ja keine Fahrräder, die man beliebig ausleihen und benutzen kann.
In der neuesten AllesPaka berichten etliche Menschen, die ihre Tiere in der tiergestützten Arbeit einsetzen von ihren Erfahrungen. Du kannst Dir sicher auch nur ein Einzelheft zukommen lassen:
http://www.allespaka.de
Alle Befragten haben einen Sachkundekurs gemacht. Der ist gesetzlich vorgeschrieben, wenn man mit NWK gewerblich arbeitet. Empfehlenswerte, bundesweit anerkannte Sachkundekurse gibt es dieses Jahr noch zwei von AELAS:
Am 1. Juni in Norddeutschland in der Lüneburger Heide und am 7. Sep. in Süddeutschland nördl von München.
Näheres unter http://www.aelas.org dort unter Termine

Herzliche Grüße Martina
"Kaum ist die Ernte einer Erfahrung glücklich eingebracht, wird der Acker vom Schicksal umgepflügt." Johann Nestroy

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Beitragvon Scadi » 11. Feb 2013 13:21

Hallo Martina,

das man sich mit den Tieren auskennen sollte, ist für mich klar. Sehe ich auch als Bedingung.
Aber ich finde nur der Sachkundenachweis ist nicht ausreichend, um mit den Tieren eine pädagogische Arbeit anzubieten und ggf. noch Geld dafür zu nehmen.
Oder siehst du das anders?

Deshalb ist ja meine Frage auch, ob jemand eine Weiterbildung zu diesem Thema gemacht hat und was berichtet werden kann? Es gibt meines Wissens nach ein paar Anbieter, die solche Weiterbildungen anbieten und kosten natürlich auch ne Menge Geld.

Werde mal wegen der Zeitschrift schauen, was die schreibt. Danke für den Tipp.
Scadi

Beitragvon INTI » 12. Feb 2013 10:09

Aber ich finde nur der Sachkundenachweis ist nicht ausreichend, um mit den Tieren eine pädagogische Arbeit anzubieten und ggf. noch Geld dafür zu nehmen.

Scadi, da hast Du natürlich recht! Für jegliche pädagogische oder therapeutische Arbeit mit Menschen bedarf es einer gründlichen Ausbildung der Menschen, die diese Arbeit tun, egal, was oder welche Tierart sie als Hilfmittel für ihre Tätigkeit einsetzen. Aber: Um zu wissen, wie man eine bestimmte Tierart dabei mit einbezieht, ist ein vernünftiger, amtlich überprüfter Sachkundekurs wie z. B. die bundesweit anerkannten von AELAS, Pflicht für die gewerbliche Arbeit, deshalb hat der Gesetzgeber solche Sachkundeprüfungen ja auch vorgesehen für jegliche gewerbliche Arbeit mit diesen Tieren.
Diese Sachkundekurse sind bitte nicht zu verwechseln mit Einsteigerkursen, die oft angeboten werden, bei denen man sich "sachkundig" machen kann... :roll: Das ist was anderes und schon gesetzlich nicht zureichend.
Vom Gesetzgeber her, der ja bekanntermaßen in Deutschland schon sehr genau ist, ist eine entsprechende Ausbildung des Therapeuten/Pädagogen und eine amtl. anerkannte Sachkunde, die eingesetzte Tierart betreffend, ausreichend, um entsprechend zu arbeiten.
Natürlich ist mehr Wissen, vor allem auch Erfahrungsaustausch immer in jedem Beruf sinnvoll und hilfreich!
Persönlich teile ich diese Ansicht des Gesetzgebers, kenne aber auch Leute, die eine langjährige Weiterbildung absolvieren und diese gut finden und solche, die sich dagegen entschieden haben, weil sie nur vereinzelte Wochenendseminare interessant gefunden hätten, diese aber nicht einzeln buchbar waren. Ich denke, es kommt hier wie immer im Leben auf Deine Persönlichkeit drauf an, was das Richtige für Dich ist.
Grüße Martina
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Ausbildung

Beitragvon lamapack » 16. Feb 2013 17:36

Bei uns ist es so, das meine Jungs HEPs sind und ich Tierwirt. Die Kinder kommen aber auch immer mit Begleitpersonen. Meine Aufgabe ist es für Mensch und Tier die Begegnung und die Arbeit so stressfrei und ergibig wie möglich zu machen. Mir kommt da meine Rolle als Mama von vier Kindern schon zugute. Ansonsten ist es eine Zusammenarbeit von allen die dann das gewünschte Ergebnis bringt. Heike3
lamapack

Beitragvon Thalpaka » 18. Feb 2013 09:44

Tja, das ist das traurige, dass "tiergestützte Therapie und Pädagogik" noch nicht geschützt ist. Kannst Dir ein Schild kaufen, wos draufsteht... :roll:
Seriöse Anbieter jedoch achten auf die korrekte Verwendung des Begriffs, und dass man aus einem therapeutischen oder pädagogischen Grundberuf kommt.
Mittlerweile gibt es auch einen Berufsverband.

Ich hab in der Wedemark die Weiterbildung besucht, mit Kursen an einem wochenende im Monat, Abschlussarbeit und Prüfung. Kann diesen Kurs sehr empfehlen. Es war eine schöne und lehrreiche Zeit, wenn auch nicht billig...
Er ist nicht tierartenspezifisch. Hunde spielen natürlich auch eine große Rolle dort.
Es gibt aber auch eine Weiterbildung, die sich auf NWK spezialisiert hat.
Liebe Grüße, Wiltrud

4.0 Alpakas, 2.0 Lamas, 2.0 Kater, 3.1 Kaninchen, 2.0 Rothörnchen, 1.0 Streifenhörnchen, 2.0 Rennmäuse

Wo kämen wir hin, wenn alle sagten, wo kämen wir hin,
und niemand ginge, einmal zu schauen, wohin man käme, wenn man ginge.
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Beitragvon mona61 » 18. Feb 2013 11:09

Ich kann die Liehrnhof-Akademie empfehlen, ist auch tierartenübergreifend mit Schwerpunkt Hund und Pferd, aber das heißt nichts, NWKs sind auch dabei. Ebenso Nutztiere wie Schaf, Gans und Biene...Toll bei ihnen finde ich die systemische Ausrichtung. Ich habe außerdem einen pädagogischen Grundberuf.

@Thalpaka: ich finde es nicht so traurig, dass es rund um die "Tiergestützte" noch nicht die Zeritfizierungen und den ganzen Vorschriftenhickhack gibt. Wer gut arbeitet, muss das auch gut darstellen können und als mündige Bürger müssen wir uns auch die Mühe machen, selbst zu schauen, ob das Angebot das Richtige für uns ist. Die Zertifizierungen können viele Begrenzungen bringen wie: Ausbildungen werden fast unbezahlbar, nur für "Studierte", Tiere müssen jährlich geprüft werden etc... Da fallen viele gute Praktiker hinten runter und auch die Angebote, die für die Kunden günstig sind, denn wer viel investieren musste, will auch viel verdienen. Und eine jährliche Überprüfung der Tiere halte ich für Humbug. Auf die Tagesform kommt es an, und die muss der Halter ständig im Blick haben!
mona61

Beitragvon Thalpaka » 18. Feb 2013 13:51

mona61 hat geschrieben: Da fallen viele gute Praktiker hinten runter


Das ist natürlich richtig, es gibt auch eine Menge Leute, die schon ewig lange gute tiergestützte Arbeit machen und keine Weiterbildung besucht haben - im Gegenteil, sie könnten eine machen! So eine Weiterbildung gibt zwar vielleicht Anregungen, aber das Konzept muss man doch selbst entwickeln!

Zur Prüfung der Tiere: Ich denke, jedes Tier hat sowieso andre Qualitäten. Ich kannte mal ein Pony, keinen Meter groß, das war furchtbar zickig und hat gebissen - aber es hat die Kinder echt gut dazu erzogen, nicht übergriffig zu sein, das konnte es, wie kein andres! Aber es wäre sicher durch jede Prüfung gefallen!
Liebe Grüße, Wiltrud

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Beitragvon HW » 18. Feb 2013 20:10

Thalpaka hat geschrieben:Tja, das ist das traurige, dass "tiergestützte Therapie und Pädagogik" noch nicht geschützt ist. Kannst Dir ein Schild kaufen, wos draufsteht... :roll:
Seriöse Anbieter jedoch achten auf die korrekte Verwendung des Begriffs, und dass man aus einem therapeutischen oder pädagogischen Grundberuf kommt.
Mittlerweile gibt es auch einen Berufsverband.

Ich hab in der Wedemark die Weiterbildung besucht, mit Kursen an einem wochenende im Monat, Abschlussarbeit und Prüfung. Kann diesen Kurs sehr empfehlen. Es war eine schöne und lehrreiche Zeit, wenn auch nicht billig...
Er ist nicht tierartenspezifisch. Hunde spielen natürlich auch eine große Rolle dort.
Es gibt aber auch eine Weiterbildung, die sich auf NWK spezialisiert hat.


Also ich kann mich Wiltrud nur anschliesen.
Ich ahbe im letzten Jahr meine Prüfung auch in der Wedemark abgelegt.
Es war ne verdammt harte aber auch schöne und informative Weiterbildung.
Man lernt da so viel und lernt so komptente Dozenten kennen die auch über die WB hinaus kontaktiert werden können und auch das Institut ist den Absolventen gegeüber sehr hilfreich.
Kann es echt nur empfehlen. Die kosten sind zwar schon üppig würde es aber immer wieder tun.

GLG
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Tiere geben nichts auf Rechtschreibung denn sie sehen nur dein Inneres.

Auf unseren kleinen Farm leben: 2 Therapielamas , 2 Lamas aus 2014 , Ziegen, Schafe, Hasen, Hühner, Meerschweinchen ne Katze und 2 Labradore.
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Beitragvon Sibylle » 19. Feb 2013 20:58

Hallo
also um deine Frage zu beantworten: ich bin Sozialpädagogin. Habe mit dem Hund eine TherapiehundeAusbildung in Wien gemacht. Neben verschiedenen Wochenenden habe ich dann das Kontaktstudium Tiergestütze Therapie/Pädagogik in Freiburg an der Fachhochschule gemacht. Meine Lamas haben keine eigene Ausbildung gemacht. ich habe beim kauf darauf geachtet Lamas zu kaufen , die gut sozialisiert sind und dass ich durch die Züchterin eine Ansprechperson bei allen Fragen, die auch in Zusammenhang mit meiner Arbeit auftauchen, habe.
Gruß Sibylle
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